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Artikel im Archiv
- Gutes für Ihr Pferd | Am 28.4.2012 ins Archiv gelegt
- Ankündigung zum Jubiläum | Am 6.2.2012 ins Archiv gelegt
- Winterfütterung | Am 24.12.2011 ins Archiv gelegt

Gutes für Ihr Pferd
6.2.2012 · Im Jubiläumsjahr mit verbesserter Rezeptur: Menses Basis Müsli für's Pferd!
Menses Basis-Müsli ist eine Kombination aus Luzernen, hydrothermisch aufgeschlossenen Gersten- und Maisflocken mit einem leichten Rapsölanteil - ohne zusätzliche Mineralien und Vitamine - passend für jedes Pferd .
Erhältlich im 25kg Sack - gerne packen wir Ihnen auch 2kg - 5kg oder 10kg Beutel ab und schicken es Ihnen. Senden Sie uns eine Mail oder rufen Sie uns an!
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Ein Jahrhundert ist voll
2.1.2012 · Seit hundert Jahren steht nun der Gebäudekomplex mit Mühle und Wohnhaus an der Pliesterbecker Straße 193. Ihre Entstehung begann bereits 1909 mit dem Erstellen erster Entwürfen, 1912 wurde der Gebäudekomplex schließlich fertiggestellt.
In den letzten 100 Jahren hat sich viel verändert, vom Erscheinungsbild über die Größe bis hin zu den Betätigungsfeldern entwickelte sich der Betrieb von Generation zu Generation weiter.
In diesem Jahr werden wir mit einigen Aktionen dieses Jubiläum mit unseren Kunden feiern, beginnend mit einer speziellen Jubiläums-Brotbackmischung im Januar, denn mit Mehl fing schließlich alles an.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Weiter historische Dokumente zum Bau der Mühle finden Sie hier.


Winterfütterung
10.11.2011 · Bei vielen Pferden ändert sich die Fütterung, wenn der Winter eintritt. Aufgrund der Vegetationspause entfüllt die Versorgung mit zucker- eiweiß- aber auch vitaminreichem Gras durch den Weidegang. Dafür wird mehr Heu gefüttert. Es wirft sich die Frage auf, was sich durch die Winterfütterung wirklich ändert bzw. welche Parameter dann zu beachten sind.
Silage als Heualternative?
Mittlerweile ist der vermehrte Einsatz von Silage bzw. Gärheu für die Winterfütterung klassisch. Die Vorteile der durch Fermentation haltbar gemachten Rohfaser liegen klar auf der Hand. Silage ist besonders nährstoffreich und staubarm, unabhängig vom Wetter zu produzieren und leicht zu lagern. Das kommt vielen Pferde zu gute.Gerade im heuarmen Jahr 2011 werden aber auch sehr viele Pferdebesitzer die Nachteile der Silage in Kauf nehmen müssen. Diese sind u.a. die Tatsache, dass Silage ein saures Futter ist und biogene Amine wie Histamin enthält, die bei sensiblen Pferden zu Durchfall, angelaufenen Beinen und Fehlgärungen führen können. Ebenso besteht die Gefahr an tödlichem Botulismus zu erkranken. Über das Argument, die Silage m¸sste fachgerecht hergestellt werden kann man streiten. Selbst wenn es so wäre, bleibt Silage ein saures Futter mit hohem Histamingehalt.
Gutes Futterstroh ist goldwert!
Wer gerade diesen Winter genug Futterstroh hat, ist fein raus. Stroh liefert eiweißarme Energie, die satt macht und nicht in den Kopf steigt. Gerade im Winter kann der Energiebedarf bei engagierten Reitpferden durch die sinkenden Temperaturen ansteigen. Drei Kilogramm Stroh liefern so viel Megajoule wie fast eineinhalb Kilogramm Hafer. Obschon die Verdaulichkeit gering ist und nicht alles verwertet bzw. resorbiert werden, verfügt Stroh, insbesondere Haferstroh, über einen bedeutenden Gehalt an Mineralstoffen. Auch auf alternativer Einstreu gehaltenen Pferden sollten täglich mindestens drei Kilogramm Futterstroh angeboten werden. Abgesehen davon schlafen Pferde im Winter gerne im Stroh, da es besonders in kalten, feuchten Nächten angenehm warm hält.Energieverluste durch die Kälte beachten
Wenn ältere oder kranke Pferde im Winter abmagern, muss dringend zugefüttert werden. Gerne wird zu gebrochenem Mais gegriffen, wenn Pferde im Winter Gewicht verlieren. Die schwer verdauliche Stärke des Mais schädigt allerdings bei größeren Mengen die Darmflora, so dass es vernünftiger ist, hochaufgeschlossene Maisflocken oder gepoppten Mais zu füttern. Alternativ die Haferration zu erhöhen, um den steigenden Energiebedarf zu decken, kann problematisch werden. Obschon Hafer sehr rohfaserreich ist, ist der Energiegehalt in Relation zu seinem Eiweißgehalt nicht so hoch wie der von Gerste und manche Pferde reagieren fröhlich, wenn nicht sogar unkalkulierbar auf erhöhte Hafermengen. So bleiben dann von den klassischen Getreidesorten nur Dinkel und Gerste, die jedoch auch aufgeschlossen verfüttert werden sollten. Unproblematischer sind die traditionellen und fast schon aus der Mode gekommenen Kleie-Zuckerrüben-Zubereitungen. Im Winter ist das lange Quellenlassen (ca. 6 Stunden) der Rübenschnitzel nicht so problematisch wie im Sommer. Die Weizenkleie wird unter die feuchten Rübenschnitzel gehoben. Veredeln kann man das Ganze mit einem Löffel Salz oder Mineralfutter und eventuell einer Kräutermischung . Die meisten Pferde sind ganz begeistert davon. Dieser Kraftfutterersatz liefern reichlich Rohfaser, nahezu kein Gramm Stärke und belasten weder Psyche noch Dickdarm in negativer Weise. Eine interessante und für den Dickdarm gut verträglich Energiequelle stellen auch Heutrockenprodukte wie Wiesencobs oder Luzernemischungen dar. Selbstverständlich kann die Fütterung von Öl (z.b. 250ml pro Tag) die Ration mit Energie anreichern. Immerhin ist Öl mit etwa 37 MJ pro Liter die energiereichste Nahrungsquelle.Wenn Pferde im Winter nicht bewegt werden
Bei robust gehaltenen Freizeitpferden, die im Winter nicht in einer Halle bewegt werden können, besteht die Gefahr im Winter zu verfetten. Bereits im Herbst wird es sehr früh dunkel und viele Pferdebesitzer kommen nach der Arbeit erst zum Reiten, wenn es draussen stockfinster ist. Wenn Pferde ohne Bewegung im Winter zu- statt abnehmen, erhöht sich die Hufrehegefahr im nächsten Frühjahr erheblich. Das Futter – dazu gehört auch Heu - sollte dann deutlich auf 1 Kilogramm pro 100 Kilogramm Lebensmasse reduziert werden und nicht ad libitum zur Verfügung stehen.Oft neigen Pferde, die während der Weidesaison verschont davon geblieben sind, bei vermehrter Heufütterung zu Kotwasser und Durchfall. Dies hängt damit zusammen, dass Heu grundsätzlich eine gewisse Belastung mit Schadkeimen und deren Stoffwechselprodukten, zum Beispiel biogenen Aminen aufweist.
Schlechte Rohfaserqualität darf man nicht hinnehmen!
Mit großer Verwunderung stellt man hinreichend oft fest, dass Pferde im ersten Jahr schlechter Rohfaserfütterung zunächst keine gesundheitlichen Veränderungen zeigen. Die Folgen einer schlechten Heu- und Strohernte zeigen sich jedoch meist erst verheerend im darauffolgenden Jahr. Die angegriffene Leber, die durch die Winterfütterung mit dem Abbau von Stoffwechselprodukten und Giften schimmeligen Grundfutters voll ausgelastet war, revanchiert sich im darauffolgenden Jahr am Immunsystem und der Darmgesundheit. Sprich, die Anfälligkeit für Bronchialerkrankungen, Durchfall, Koliken und Ekzem bis hin zur Hufrehe steigen dann im Frühjahr rapide an. Wer keinen anderen Ausweg sieht, sollte zumindest die Leber mit entsprechenden Kräutermischungen unterstützen.Vitaminzufuhr im Winter sichern
Die Zufuhr von Mineralien, insbesondere Spurenelementen, ist das ganze Jahr und vor allem im Fellwechsel sehr wichtig. Ist aber eine zusätzliche Vitaminversorgung im Winter wirklich grundsätzlich notwendig oder decken natürliche Quellen den Bedarf?Bei täglichem Weidegang im Sommer ist eine Versorgung mit den fettlöslichen Vitaminen A (aus Carotinoiden, v. a. ß-Carotin), Vitamin D, Vitamin K und eventuell auch Vitamin E nahezu gesichert. Fettlösliche Vitamine werden zudem auch mehr oder weniger lang in der Leber gespeichert. Eine zusätzliche Vitaminzufuhr mit den fettlöslichen Vitaminen im Winter ist für die Pferde wichtig, die entweder nicht das ganze Jahr über die Möglichkeit des Weidegangs hatten, unter schlechter Rohfaserqualität leiden oder ein erhöhter Bedarf durch Zucht oder Sport vorliegt.
Die Versorgung mit den wasserlöslichen Vitaminen C und B erfolgt körpereigen bzw. im Darm, besonders dann, wenn ein gutes Klima für die dort lebenden Mikroorganismen besteht. Das geschieht unabhängig von der Graszufuhr das ganze Jahr über. Hier werden nur sehr selten Mangelzustände beobachtet. Biotinabhängige Hufprobleme oder eine gestörte Darmflora können die Zufütterung der Vitamine des B-Komplexes unabhängig von der Jahreszeit aber abhängig von Alter und Gesundheitszustand nötig machen. Als natürliche und zuverlässige Quelle von Vitamin B gilt die Bierhefe.
Karotten sichern die fl-Carotin-Zufuhr
In der Leber wird beim Weidepferd während des Sommers ein Vorrat von fettlöslichem Vitamin A angelegt. Vitamin A entsteht durch die enzymatische Spaltung von ß-Carotin, das - als Provitamin bezeichnet - reichlich im Frischgras vorhanden ist. Während der Winterzeit bzw. bei Stallhaltung kann der Vitamin A-Bedarf auf natürliche Weise mit Karotten und Roter Beete erfolgen. Zwei Kilogramm Karotten liefern dabei ausreichend ß-Carotin für ein ausgewachsenes Großpferd. Auch maschinell getrocknete Grasprodukte wie Wiesencobs oder Grünmehl liefern reichlich ß-Carotin. Bei Zuchtpferden, reiner Stallhaltung, schlechter oder alter Heuqualitäten, ist der Bedarf erhöht, so dass eine Zufütterung von Vitamin A nötig sein kann.Das Sonnenvitamin
Laut Prof. Meyer („Pferdefütterung“) ist nicht wirklich nachgewiesen, dass Pferde einen Vitamin D-Mangel entwickeln können. Obschon nahezu alle Säugetiere Vitamin D durch Sonneneinstrahlung in der Haut bilden, ist dies explizit für das Pferd noch nicht nachgewiesen. Man geht aber grundsätzlich bereits davon aus. Nichts desto trotz wird ein Bedarf von etwa 3000 I.E (Internationalen Einheiten) als Empfehlung angegeben. Vitamin D entsteht in Pflanzen durch UV-Strahlung, z.B. in sonnengetrocknetem Heu und ist daher im Regelfall reichlich vorhanden, wobei bereits etwa vier Kilogramm sonnengetrocknetes Heu den Vitamin D- Bedarf eines Großpferdes decken. Weniger Vitamin D befindet sich in maschinell getrockneten Produkten. Da durch fehlende Sonneneinstrahlung oder reine Stallhaltung im Winter weniger Sonnenlicht zur Verfügung steht und die Heuqualität oft schwer beurteilbar ist, sollte im Zweifelsfall mit dem Mineralfutter etwas Vitamin D zugeführt werden.Ist Vitamin K notwendig?
Vitamin K ist nicht nur reichlich in Grünfutter enthalten sondern wird im Allgemeinen in ausreichender Menge von den Bakterien der Dickdarmflora des Pferdes gebildet. Die Zufütterung des relativ preiswerten synthetischen Vitamin K3s (Menadion) ist äußerst umstritten. Eine kranke Darmflora oder überaltertes Heu könnten eine zusätzliche Zufuhr nötig machen. Natürliche Vitamin K-Quellen sind Grünmehl oder Wiesencobs.Natürliches Vitamin E ist künstlichem vorzuziehen
Das einzige fettlösliche Vitamin, bei dem es relativ rasch zu sichtbaren Mangelerscheinungen kommt, ist Vitamin E, welches mittlerweile auch in natürlicher Form verfügbar ist, die entsprechenden Produkte aber relativ teuer macht. Den meisten Futtermitteln wird daher nur synthetisches Vitamin E zugefügt. Es ist allerdings bei weitem nicht so wirksam wie natürliches Vitamin E, das hocheffizient auch bei kleineren Mengen wirkt und zudem bis in die Peripherie der Zelle gelangt und dort zellschützend wirken kann.Die Weide- bzw. Grasfütterung im Sommer bietet eine gute Versorgung mit natürlichem Vitamin E. Im Winter ist das so nicht möglich. Hier gilt Weizenkeimöl als beste Vitamin E-Futterquelle, gefolgt von Sonnenblumen- und Maiskeimöl, die allerdings kaltgepresst gewonnen sein sollten. Sport- und Zuchtpferde haben einen besonders hohen Bedarf an Vitamin E.
Fazit für den Winter
Wer sein Pferd auch im Winter fit halten möchte, der tut gut daran auf eine gute Qualität von Heu und Stroh zu achten. Heu sollte in Hinsicht auf die Vitaminversorgung eine grüne Farbe besitzen und vom Erntejahr sein. Die Energieversorgung des Pferdes sollten an die Arbeitsleistung und die Außentemperatur angepasst werden. Auf eine Versorgung mit hochwertigen Mineralstoffen, eventuell Vitaminen und Kräutern zum Ausgleich einseitiger Heurationen ist zu achten.Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand




























